Das künstlerische Schaffen des Wilhelm Loth umfasst Plastiken, Bilder, Zeichnungen und Fotografien, wobei der Schwerpunkt stets auf der Plastik lag. Der zentrale künstlerische Aspekt, um den sein Werk kreist, ist die Darstellung des weiblichen Körpers.
1920 in Darmstadt geboren und 1993 auch dort gestorben, gehörte Wilhelm Loth einer Künstlergeneration an, die sich immer auch im Spannungsfeld zwischen abstrakter und figürlicher Kunst befand.
Schuf der junge Loth im Frühwerk noch beeindruckende Köpfe mit sehr deutlichen Abstraktionen, so wandte er sich bald der Darstellung des weiblichen Körpers in Torsoform zu. Verwendete Materialien waren Bronze, Neusilber und Aluminium. Später fand er für den weiblichen Körper völlig neue künstlerische Darstellungsmöglichkeiten der menschlichen Figur, wie z.B. seine Großplastiken oder Großreliefs am Bau.
Die Wilhelm-Loth-Stiftung wurde vom Künstler vor seinem Tod gegründet und wird von ihrem Träger, der L-Bank in Karlsruhe, als unselbständige Stiftung geführt. Sie besitzt 30 Plastiken und über 1.500 Zeichnungen. Ihre Aufgabe ist es, durch Ausstellungen, Leihgaben und Publikationen das Werk des Künstlers zu verbreiten.
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Wilhelm Loth, "Große gespreizte Figur auf Sockel", 1979

Wilhelm Loth, "Hommage au Génie de Rodin", 1980
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