Die Skulpturensammlung, unter August dem Starken begründet, umfasst heute Werke aus mehr als fünf Jahrtausenden – von den antiken Kulturen des Mittelmeerraumes und Vorderasiens über alle Epochen der europäischen Plastik vom frühen Mittelalter bis zur Gegenwart.
Seit Jahresbeginn 2006 ist das Albertinum, seit 1890 Sitz der Skulpturensammlung, für eine etwa dreijährige Bauzeit geschlossen, in der das Gebäude saniert und durch ein Depot- und Werkstättengebäude ergänzt wird. In dieser Zeit präsentiert die Skulpturensammlung im Zwinger in wechselnder Auswahl bekannte Meisterwerke und seit langem nicht gezeigte Entdeckungen. Die erste Schau "Skulptur im Zwinger" nimmt den Dialog mit dem neuen Ausstellungsort auf. Im Zwinger verschmelzen barocke Festarchitektur und Skulptur zu einem einzigartigen Gesamtkunstwerk. Ausgewählte Skulpturen greifen in spielerischer Weise unterschiedliche Aspekte des Zwingers auf. Dazu gehören der Kontrast von graziöser Anmut und entfesselter Natur, das weite Feld der Verwandlungen, die Antike als Inspirationsquelle und die Rolle Augusts des Starken als Auftraggeber und Sammler von Skulpturen. Zu sehen sind Werke der auch am Zwinger tätigen Bildhauer Balthasar Permoser und Paul Heermann. An den barocken Auftakt schließen sich Beispiele aus der Antikensammlung, Bronzen der Renaissance und einige Werke des 20. Jahrhunderts an.
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Paul Heermann (1673 - 1732),
"Der Herbst", um 1720, Marmor

Siegfried Schreiber (1928 - 1988), Mädchentorso, 1981, Bronze
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